Bali Tag 11 – Time to say Goodbye

Da ist er nun also: Unser Abreisetag. Kaum vorstellbar, dass jetzt schon drei Wochen vorbei sein sollen. Und hier gibt es doch noch so viel zu entdecken. Wir müssen wohl wiederkommen, hilft ja nix. Also wurde am Vorabend bereits die Tasche gepackt und der Wecker eine Stunde früher gestellt, damit wir noch ein letztes Mal unseren Wohnzimmer-Pool genießen können. Ab ins Wasser, schnell frühstücken und dann mit dem Taxi (diesmal ein richtiges Taxi, nicht zwei wildgewordene Rollerfahrer – wir lernen ja auch dazu) zum Flughafen. Der erste Flug dauert nur entspannte 3h, allerdings mit einer billigeren Airline, also Daumen drücken, dass alles pünktlich klappt. Wir haben einen Puffer von 4 Stunden zum Anschlussflug, das beruhigt auf jeden Fall. Beim Check-In haben wir dann nochmal freundlich auf Schmidtls Größe hingewiesen und erwähnt, dass ein Sitz am Notausgang mit mehr Beinfreiheit für uns kein Problem wäre. Haben wir auf dem Hinweg schon gemacht – hat nicht funktioniert 😅 Der Flieger ging pünktlich und wir hatten tatsächlich einen Economy Space Platz, also etwas mehr Raum für Schmidtl und für mich quasi Business Class Gefühl.

Erster Zwischenstopp Kuala Lumpur, wie auch auf der Reise nach Indonesien. Wieder in dem kleinen Terminal, aber nach der Odyssee der Hinreise wussten wir, den Terminal verlassen macht uns auch nicht glücklich. Und dieses Mal waren es nur vier Stunden Aufenthalt. Da wir wussten, dass das Bier hier mit 8 Euro deutlich günstiger ist, als bei unserem nächsten Stopp, gönnten wir uns was und verbrachten die Zeit in einer Art Sportsbar.

Der zweite Flug ging ebenfalls super pünktlich, hier werden wir die nächsten 7h verbringen. Leider diesmal nicht mit mehr Beinfreiheit, aber da müssen wir jetzt irgendwie durch. Ab jetzt sind wir auch mit Etihad unterwegs, also gibt es wieder tolles Bordprogramm, Getränke etc. und ein kleines Carepaket. Eine halbe Stunde Schlaf war drin, ansonsten wurde die Zeit mit guten Filmen, echt okayem Essen und Rotwein auf Pullis kleckern und das ganze dann wieder beheben, verbracht.

Seife, Desinfektion, Kopfhörer, Kissen und Kuscheldecke

Nächster Aufenthalt Abu Dhabi. Hier ist wirklich alles wahnsinnig teuer, der Flughafen nicht besonders schön und langsam waren wir auch gut müde. Ein paar wenige Plätze mit Fußhockern gibt es dort und diesmal hatten wir Glück und haben tatsächlich einen bekommen. Da kam uns die Dreistigkeit anderer Menschen glaub ich etwas entgegen. Eine hatte ihren Rucksack dort geparkt, die andere ihre Füße und ich war wahrscheinlich die Erste die wiederum dreist genug war, die Mädels anzuquatschen, ob das denn Not tut oder wir uns vielleicht setzen können.

Kurz vor Abreise hatten wir dann noch Bock auf einen kleinen Snack, also ab zu Burger King und mit den Burgern im Schlepptau mal gemütlich zum Gate schlappen. Auf dem Weg dahin, wollte ich nochmal am Monitor checken, ob das Gate stimmt, Schmidtl meinte, er hat’s schon gesehen, passt alles. Gleichzeitig verschnellerte sich sein Schritt um einiges. Ohne die Müdigkeit wäre ich an der Stelle wohl stutzig geworden, aber in dem Moment hab ich’s nicht gerafft. Am Gate angekommen, wollte ich mich erstmal gemütlich setzen, da meinte Schmidtl „ähm Ari, ich hab’s oben schon gesehen, da steht ‚Last call‘“ Upsi. Der Mitarbeiter winkte uns schon hektisch heran und es wartete ein vollbeladener Bus auf uns um zum Flugzeug zu fahren. Das wärs ja jetzt noch gewesen 🙈

Aber alles gut gegangen und auch der dritte Flug sollte super pünktlich sein. Diesmal auch wieder mit mehr Beinfreiheit und sogar drei Plätzen für uns Beide. Für mich hieß das gemütliches Zusammenrollen auf den beiden Plätzen und 3h Schlaf, mega. Schmidtl hat’s auch mal probiert, aber der lange Lulatsch passt da einfach nicht so drauf, dass er’s auch einigermaßen gemütlich hat. Nach einem kleinen Frühstück waren wir dann auch fast schon in Frankfurt

Jetzt hieß es nochmal aufs Glück hoffen. Bisher hat doch alles super funktioniert. 25 Minuten hatten wir Zeit bis zum erhofften Zug. Sonst müssen wir hier 2h warten, das wäre echt ärgerlich. Und für diesen hätten wir sogar reservierte Sitzplätze. Das Kofferband ging wahnsinnig schnell los, nur unsere Rücksäcke kamen und kamen nicht. Irgendwann dann endlich doch, aber die Zeit lief uns langsam davon. Schmidtl also beide großen Rücksäcke geschnappt, ich die beiden kleinen und dann ging’s im Spurt einmal durch den ganzen Frankfurter Flughafen. Und der ist echt groß. Zwei Minuten vor Abfahrt, durchgeschwitzt und Schmidtl mit den 30 Kilo Gepäck kurz vor dem Sauerstoffzelt, haben wir es tatsächlich ans Gleis geschafft. Das läuft doch hier 👍🏼👍🏼

20 Minuten Aufenthalt am Frankfurter Hauptbahnhof, echt nicht lang, übermüdet und morgens halb 7 auch am Frieren, fühlt sich das irgendwie ewig an.

Pünktlich ging’s dann ab nach Leipzig und 20 Minuten später sitzen wir im Anschluss nach Dresden. Ich kann es gar nicht fassen, dass das hier wirklich alles pünktlich abläuft. Und nun 33 Stunden nachdem wir aufgebrochen sind (17h Flug, 5 Stunden Zug, der Rest Aufenthalt) sind wir wieder in unserer Wohnung in Dresden angekommen. Also heißt es jetzt auch für uns an dieser Stelle Abschied nehmen. Vielen vielen Dank fürs fleißige Mitlesen, wir haben uns immer gefreut, wenn ihr geschrieben habt, dass euch der Blog Spaß macht. Und wir hatten das Gefühl euch Alle mit dabei zu haben auf dieser großartigen Reise. Danke mein Schmidtl, dass aus der Idee vor 2 Jahren mir dieses tolle Land und die wundervollen Menschen zu zeigen, wirklich Realität wurde. Danke, für dieses unglaubliche Abenteuer. Das war eine absolut unvergessliche Zeit. Und naja, wenn wir doch was vergessen, dann können wir es ja hier nachlesen. Fühlt euch gedrückt 😘

Einen ganzen Tag haben wir noch hier auf Bali bevor es nach Hause geht. Wir hatten noch 2 Sachen auf dem Zettel.

1. irgendwoher besonderen Kaffee besorgen (den, den die Katzen auskacken) und 2. Ich (ahja… Schmidt’l hier!) wollte nochmal Roller fahren. Da Ari auch richtig gern auf diesem Teil sitzt, könnten wir ja beides super verbinden. Gesagt – getan. Also bestellte ich kurzer Hand per Rezeptionstelefon einen Roller. Ich bekam diesmal ein anderes Modell – Honda. Mit keyless go! Sowas kannte ich bisher nur von Autos. Dies scheint es aber wohl auch für motorisierte Zweiräder zu geben.


Bei herrlichstem Sonnenschein starteten wir nun unsere Tour, und was soll ich sagen… Bali meinte es sehr sehr gut mit uns. Was haben wir auf dem Roller geschwitzt und ordentlich Sonne abbekommen. Die beste Idee meines Lebens sage ich euch! Leere Straßen und der Fahrtwind im Gesicht. Pure Freiheit!

Okay.. Eventuell merkt ihr, dass hier etwas faul ist. Das Wetter… Nunja.. Meinte es nicht so gut mit uns. Nach 10 Minuten Fahrt mussten wir anhalten um uns Regencapes zu besorgen, weil es geschüttet hat. Also wirklich geschüttet! Hinzu kommt der Verkehr, der hier ja etwas… Man könnte sagen… Unregelmäßig verläuft. Ari hat es natürlich richtig genossen dort hinten auf dem Roller zu sitzen. Hab ich immer gemerkt wenn sie sich an mir fest gekrallt hat. Ich muss zugeben, dass es nicht die beste Idee meines Lebens war.
Wir entschieden jedoch die Nummer durchzuziehen.

Nachdem wir eine Stunde gefahren sind kamen wir bei der Kaffeeplantage an! Und es war…GESCHLOSSEN! Echt jetz Leute? Ne Stunde durch diese Jauche gefahren und dann is die Bude zu?
Aber einschüchtern lassen is ja was für Weicheier. Also fuhren wir weiter und stellten uns erstmal unter.



Wir haben bisschen gegoogelt und fanden heraus, dass wir nur 10 Minuten von ner weiteren Plantage entfernt sind. Also abermals ab in den Regen, weil klitschenass waren wir ja eh schon. Die Ponchos waren zumindest mir ein bisschen zu kurz, also war die Hose eh durch. Ari ging es ähnlich. Aber ist ja warm hier…

Dort angekommen wurden wir ausgesprochen freundlich begrüßt und auf direktem Wege zu den Katzen geführt die aus scheiße Gold… Äh Kaffee machen! Ja, genau… Die essen die Bohnen und kacken die wieder aus. Deliziös soll das sein und gleichzeitig wohl der teuerste Kaffee der Welt. Nicht lang gefackelt und probiert! Er schmeckt… Trommelwirbel… Wie Kaffee! Juhu! Hat sich ja richtig gelohnt! Außer diesem speziellen Gebräu gab’s auch noch verschiedenste andere Kaffeesorten (Kokos, Schoko z. B.) und viele Teesorten zu verkosten (einheimische Blüten, Ingwer etc.). War echt alles ziemlich lecker, wenn auch sehr zuckerhaltig. Anschließend sind wir dann in den Shop um ein paar Mitbringsel zu kaufen.

Nun hieß es: Rückfahrt!
1h20min durch strömenden Regen und dichten Verkehr.
Irgendwann merkte ich, dass der Roller ziemlich eiert (Ari war wieder begeistert – Anmerkung der Redaktion: angeblich war ich auch Schuld) und ich kam irgendwann auf die Idee : Mh.. evtl. wenig Luft auf den Reifen.. An meinen Fahrkünsten kann es ja wohl kaum liegen.
Also ran an die Tanke und nachgefragt. Die beiden Dudes lachten schon als wir ankamen. „ja Sir! Sehr wenig Luft. Vor allem vorn“. Ok.. Das lief ja nicht so gut. Danach war aber alles wieder in Butter. Außer der Regen… Und der Verkehr… Und Ari’s Laune.

Wir sind jedoch heil angekommen. Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen! Ich hatte aber auch keinen Bock mehr.

Auf jeden Fall sag ich euch noch eins.. Wenn jemand von uns diesen Kaffee, den wir dort unter lebensbedrohlichen Umständen gekauft haben, kredenzt bekommt… Dann bedankt euch artig..denn es ist auf jeden Fall der teuerste der Welt 😂

Bali Tag 9 – Keine Termine und leicht einen sitzen

Leute heute wird einfach mal nichts gemacht. Außer: Bier aufmachen und ab in den Pool. Zwischendurch gibts mal ein kleines Schläfchen

Dann wieder Bierchen aufmachen und ab in den Pool. Schmidtl fand es super witzig ne Arschbombe zu machen

Und hat es glaube ich danach etwas bereut. Also 15 Minuten Wohnzimmer wischen

Und dann: Bierchen aufmachen und ab in den Pool. Am Abend wurde noch ein Restaurant gesucht, was hier zu Fuß gar nicht so leicht ist. Hier geht wirklich einfach niemand zu Fuß, was vermutlich auch daran liegt, dass die Gehwege hier alle paar Meter einfach Löcher direkt in die Kanalisation haben.

Nach dem Essen ging es zurück, Bierchen aufmachen und ab in den Pool. Mehr gibts gar nicht zu berichten. Und es war super 👍🏼

Bali Tag 8 – Back to the roots

Der Titel verrät es schon. Heute gehts zurück nach Bali. An unseren letzten Tagen wollen wir uns nochmal richtig Luxus gönnen und haben mit 70€ pro Nacht die mit Abstand teuerste Unterkunft bisher gebucht.

Aber erstmal müssen wir ankommen. Der heutige Tag wird voraussichtlich komplett für die Reise draufgehen. Nachdem, die letzte Tour ja etwas wild war, hatte ich so semi Bock auf diese Reise. Aber irgendwie müssen wir ja zurück kommen. Und wahnsinnig viele Anbieter gibt es da jetzt auch nicht. Also ein gutes Angebot gefunden, Schmidtl hat wieder super verhandelt und das Ticket gebucht. Im Nachgang haben wir dann mal Rezensionen zu unserem Anbieter gelesen. Insgesamt schafft er es auf 2,1 Sterne 😱War schon wieder super dämlich, das überhaupt zu machen und dann auch noch, wenn man die Tickets eh schon hat 🙈 Hier nur mal ein Beispiel:

Das schlechteste Unternehmen der Welt! Wir kamen 3 Stunden zu spät an, rücksichtsloser Fahrer, wir fühlten uns, als würden wir mitten auf dem Ozean mit einem Jetski fahren, Motorausfall auf halbem Weg durch die Reise, gefolgt von einem Kraftstoffmangel 1 Stunde später.

Die meisten Erfahrungsberichte lesen sich so oder ähnlich. Ich also schon wieder richtig gut drauf, ob ich mir wieder Fluchtwege während der Fahrt suchen muss, Pro-forma eine Tablette gegen Übelkeit eingeworfen und Tüten gehortet, falls ich Schnappatmung kriege 😅 Schmidtl hatte dann die super Idee mal unsere Firma vom letzten Bootstrip zu googeln und siehe da: die haben nur 1 Stern 🤣 Er hat mir dann erklärt, dass die um 25% besser sind, also alles easy (die Rechnung hab ich nicht ganz verstanden, aber hab nebenbei auch weiter Tüten gesucht) und ich mir sowieso keine Sorgen machen muss, weil das Wasser ja warm ist, wenn wir kentern. Vollgepackt mit all diesen guten Argumenten ging es also aufs Boot.

Was soll ich sagen, die Fahrt war wirklich deutlich besser. Das Boot war schonmal nicht voll besetzt und Beinfreiheit war mehr vorhanden. Mitten auf der Balisee wurde es wieder etwas turbulent, aber der Fahrer hat sich ziemlich Mühe gegeben und vorallem ist er nicht parallel zu den Wellen gefahren, was mich beim letzten Mal fast verrückt gemacht hat. Nach Benzin hat es trotzdem die ganze Zeit gestunken und statt 1,5h haben wir 4h gebraucht, war mir aber alles Wurscht, Hauptsache sicher angekommen.

Nach einer halben Stunde Taxifahrt haben wir dann auch unser neues Zuhause bezogen. Das Grundstück ist riiiiiesig

Und naja zur Wohnung brauch ich glaub ich gar nicht viele Worte verlieren

Schnell noch Essen bestellt und am Abend in nettem Ambiente Football genießen. Da war der Reisestress sofort dahin.

Morgen wird ein ruhiger Tag. Den Pool genießen, ausschlafen und die Seele baumeln lassen.

Gili Air Tag 3&4 – Back on Track

Leute, ich bin wieder am Leben. Öhrchen tut noch weh und der Druck nervt, aber ab jetzt kann man es einigermaßen wegignorieren. Mein Tuch wird jetzt mein bester Freund. Einmal um den Kopf gebunden und jetzt kann ich die Insel auch mal ein bisschen erkunden. Das Wetter ist fantastisch, also steht nun endlich mal am Strand liegen an. Das haben wir bisher noch gar nicht gemacht. Immer mal kurz ins Meer aber so richtig liegen, Buch lesen, ab und zu ins Wasser war irgendwie noch nicht dabei. Zuallererst wurde aber eine Frühstückslocation gesucht. Also mit den Rädern am Strand entlang und ein paar Minuten später wurden wir auch schon fündig.

Ein leckeres Frühstück später ging es mit den Rädern in den Norden der Insel. Dort hat Schmidtl in den letzten Tagen schon die schönsten Strände ausgemacht. Ab auf die Liegewiese und den ganzen Tag einfach mal die Seele baumeln lassen.

Hier haben wir es auch gut bis zum Sonnenuntergang ausgehalten.

Durchs Landesinnere ging es dann zurück zur Unterkunft. Hier gibt es auch unglaublich viele süße kleine Läden, schöne Gässchen. Und diese Ruhe durch den fehlenden Autoverkehr ist der Hammer. Wir hoffen ganz sehr, dass die vielen vielen Ruinen, von denen Schmidtl bereits berichtet hat, bald wieder neue Besitzer finden und zum Leben erwachen.

Nach einer kurzen Dusche ging es weiter in eine Bar um die Ecke. Hier trifft Schmidtl auf einen alten Bekannten. Abhi, der Sänger der Band, die hier zwei Tage spielen und er haben sich 2019 hier kennengelernt.

Nachdem wir also ein paar Stunden der wundervolle Musik lauschen durften, wurde bis spät in die Nacht (nach Ladenschluss noch ergänzt um ein paar Leute der Bar) gequatscht, gelacht und gefeiert.

Der zweite Tag sah ganz ähnlich aus, deswegen habe ich nochmal beide Tage in einem Beitrag zusammengefasst. Am Nachmittag haben wir noch einen netten Kokosnuss Künstler (Ari) kennengelernt und ein paar Schmuckstücke erstanden.

Am Abend wieder ab in die Bar und man sieht Abhi an, dass er nicht so richtig weiß, wie er mit unserem Bestellrhythmus mithalten soll 😅

Alles in allem zwei wirklich schöne Tage, vier wären besser gewesen, aber ich bin happy, dass ich wieder fit bin. Morgen steht dann auch schon wieder die Rückreise nach Bali an. Wir hoffen es geht euch allen gut Zuhause, fühlt euch gedrückt 😘

Gili Air 1&2 – Schmidtl‘s Sicht

Hi zusammen. Hier ist Schmidtl . Ich melde mich heute nochmal, weil es Ari noch nicht so gut geht um super erfrischende Beiträge zu schreiben. Ihr wisst ja: geht’s dir scheiße, schreibst du auch so. Alte Weisheit.. Kennt ja jeder!
Wir sind jetzt seit einigen Tagen auf Gili-Air. Ich habe Ari das blaue vom Himmel herunter gelabert und diese Insel angepriesen…und nunja…Ich gebe der Insel die Note 3. In meiner Erinnerung eine glatte 1+! Ich versuche es euch kurz zu erklären.
2019 war ich mit meinem Bruder in Indonesien, weil es uns in Australien im Juli zu kalt war. Zack einen Flieger gebucht und innerhalb von wenigen Stunden von Perth nach Indonesien (mein Bruder war wegen work&travel dort). Wir landeten irgendwann auch auf Gili Air (im Juli) und es war atemberaubend. Überall weiße Strände, hellblaues Meer und und und…
Ja klar… Hier und da gab es Ecken und Kanten. Zum Beispiel Müllsäcke am Hafen, ab und an hat es bisschen gerochen wenn man ins Inselinnere ging. Sonst alles tutti…
Jetzt sind wir wieder hier und ich kann dem Mädchen nur eine 3 präsentieren anstatt einer 1. Jo, ok… Das war immer meine Schulnote aber trotzdem habe ich ja von ner glatten 1 gesprochen. Ich bin bisschen gelaufen und habe geknipst. Das habe ich leider damals nicht getan, wir hätten sonst 1a Vergleiche gehabt. Seht selbst:


Ich sprach mit einigen Einheimischen. Corona, respektive der Umgang der Regierung Indonesiens mit einem Land, welches abhängig vom Tourismus ist, waren tödlich. 1 Jahr bevor ich mit meinem Bruder auf Gili war, wütete ein Erdbeben mit der Stärke 6,9 im Mittelwert in genau dieser Region und wir beide haben davon kaum etwas mit bekommen(1 Jahr später). Jetzt, nach Corona, sieht die Sache anders aus. Überall verlassene Gebäude.. Und ich sage euch: Dort rum zu kriechen ist mega spannend, aber gleichzeitig auch richtig traurig. Ich kenne es ja anders…
Ich bin mir unsicher, ob diese Orte jemals wieder öffnen können. Sieht jedenfalls nicht danach aus.
Ebenfalls sind die Strände, an denen Paul und ich damals gelegen haben, jetzt keinesfalls mehr eine Note 1 Wert. Teilweise liegt dort nur Treibholz. Teilweise aber auch Müll.

Ich will auch gar kein falsches Bild vermitteln, ich bin etwas mit dem Rad gefahren und habe wahnsinnig schöne Strände gefunden (da waren wir halt damals nicht, weil wir uns nicht weit bewegen mussten).
Die weitaus größere Katastrophe ist der Klimawandel. Wasser und Wind tragen die Strände ab. Und zwar in Größenordnungen. Die Ostseite muss nun befestigt werden, weil der Sand abgespült wird. In den letzten Jahren mehr als zuvor. Die Insel schrumpft also und wird es in einigen Jahren wohl in der Größe nicht mehr geben. Klimawandel aus erster Hand quasi. Eine gute Nachricht gibt es allerdings noch. Ich traf in einem Restaurant unseren damaligen Gastgeber Hiro. Er sagte mir man kümmere sich nun wieder mehr um die Insel. Während Corona haben wohl so gut wie alle die Insel verlassen (müssen). Nun geht es langsam bergauf. Hiro ist optimistisch, dass es zukünftig wieder besser aussehen wird. Somit bin ich es nun auch

Nusa Ceningan Tag 5 – oh Captain, my Captain

Heute geht die wilde Reise weiter. Ab auf die nächste Insel. Ursprünglich wollten wir etwas länger bleiben, aber morgen können wir wegen der Zeremonie nicht abreisen und wir wollten doch noch ein bisschen was Neues sehen. Morgen ist Nyepi Segara – the day of silence ocean. Was da alles bei der Zeremonie passiert, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber es ist Allen inklusive Touristen verboten ins Wasser zu gehen. Betrifft Baden, Surfen etc. und halt auch Bootstouren. Deswegen wurden heute Morgen schnell die Koffer gepackt. Von unseren beiden Inseln fährt leider kein Boot zu den Gilis, deswegen hat Putu uns angeboten uns mit seinem Fischerboot nach Penida zu bringen, wo wir dann aufs eigentliche Boot können. Also ein letztes Mal auf die Roller mit allem Gepäck, schnell noch unsere Wäsche vom Laundry Service holen und ab zum Hafen

Rauf auf s Boot und 15 Minuten später waren wir schon da. Jetzt hieß es Abschied nehmen von Putu. Tausendmal drücken, winken und hoffen, dass man sich vielleicht irgendwann mal wiedersieht.

In Penida angekommen brauchten wir noch ein Taxi bis zum Anleger. Naja wir haben uns vom ersten Typen, der uns am Strand angequatscht hat, belabern lassen, das war vielleicht ein bisschen blöd. Ein richtiges Taxi im Sinne eines Autos wäre wahrscheinlich auch irgendwie aufzutreiben gewesen. So hatten wir also jeder einen Rollerfahrer und Schmidtl und ich hinten drauf. Das mach ich nicht nochmal sag ich euch. Die Locals kennen ja den Verkehr, aber LKW s überholen, wenn der Gegenverkehr schon sichtlich nahe ist. Naja, ich führ das jetzt mal nicht näher aus. Wir waren auf jeden Fall beide froh, als die Fahrt rum war. Da wir nicht wussten, wie schnell wir auf der Insel vorankommen, hatten wir ordentlich Puffer eingeplant und waren knapp 2h vor Abfahrt am Anleger. Tickets eingelöst und dann hieß es warten. War jetzt nicht so mega schön dort 😅

Zwischen den ganzen Benzinkanistern wurde sich also die Zeit vertrieben und mit nur einer Stunde Verspätung ging s dann auch schon los. Die erste halbe Stunde war richtig chillig, kaum Menschen auf dem Boot ein bisschen Fahrtwind durchs Fenster im Gesicht, herrlich.

Bei unserem Zwischenstopp in Bali wurde das Boot dann bis auf den letzten Platz besetzt und eine Stunde später hab ich mich zur irren Rollerfahrt vom Vormittag zurückgesehnt. Mit Vollspeed parallel zu den Wellen hab ich unser kleines Boot einige Male kippen sehen. Das Personal war währenddessen fleißig damit beschäftigt Kotztüten zu verteilen. Während ich mir also überlegt hab, durch welches Fenster ich eventuell rausschwimmen kann, wenn wir kentern, hat Schmidtl versucht mich zu beruhigen und mir zu erklären, dass die das ja jeden Tag machen. Stimmt ja auch, aber ich hab trotzdem 3 Kreuze gemacht also wir da waren.

Auf Gili angekommen ging es dann mit Sack und Pack 15 Minuten zu Fuß zu unseren kleinen süßen Unterkunft. Die haben wir erstmal nur für eine Nacht gebucht, für die restlichen Tage hatten wir uns bereits ein Air BnB gebucht.

Angekommen im kleinen Paradies ging es direkt an den Strand. Heute stand nur noch Essen und ein bisschen am Wasser chillen an. Erstmal auf der neuen Insel ankommen. Ab morgen wird erkundet. Und wir wurden ein weiteres Mal mit Live Musik beschenkt.

Hier ist es wundervoll ruhig. Auf der ganzen Insel gibt es keine Autos, Roller nur wenn sie elektronisch sind. Der Großteil wird hier zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit kleinen Pferdekutschen zurückgelegt.

Während unsere beiden Inseln vorher in ungefähr einer Stunde mit dem Roller umrundet werden konnten, schafft man das hier in etwa der gleichen Zeit zu Fuß. Ich freu mich drauf, alles zu erkunden. Stay tuned.

Nusa Ceningan Tag 4 – Birthday Boy

Wir haben ein Geburtstagskind wohooooooo. Da der Trubel im Video jetzt nicht ganz so zu ihm passt, stand nichts tun und Bier trinken auf dem Plan. Der Rest ergibt sich quasi von allein. Die letzten Nächte waren etwas kurz bzw wurde der Schlaf häufig unterbrochen. Das Bett hier ist nicht so super bequem und quietscht bei jedem Umdrehen, die Klima ist etwas laut, also wird die immer erst angemacht wenn einer zu dolle schwitzt, kurz ruhtergekühlt und wieder abgestellt. Heute konnten wir aber mal richtig gut ausschlafen.

Nach dem Aufstehen hatten wir eine Nachricht von unserer netten deutsch-dänischen Familie (aus dem Dschungel, ihr erinnert euch bestimmt). Die vier sind nämlich ebenfalls auf Nusa und gerade in einer kleinen Bar ganz in der Nähe angekommen. Also gesellten wir uns zum Frühstück dazu. Eine ganz bezaubernde kleine Bar. Ich hab es gar nicht geschafft in alle Ecken zu kriechen, da gabs überall was zu entdecken. Unglaublich liebevoll eingerichtet. Fast wie ein kleines Museum

Hier haben wir es uns eine ganze Weile gut gehen lassen. Lecker Frühstück, alle man ab in den Pool, Bierchen in der Sonne und gemeinsamer Austausch darüber, was wir alle so in den Tagen, in denen wir uns nicht gesehen hatten, erlebt haben. Es könnte uns schlimmer gehen.

Im Anschluss ging es kurz zurück zur Unterkunft. Umziehen und da warteten auch schon Putu und sein Kumpel auf uns. Gemeinsam ging es auf den Rollern los zum Strand. Auf dem Weg und allgemein auf der Insel ist seit einigen Tagen ein wildes Treiben an Einheimischen die ihre Tempel schmücken, da in einigen Tagen eine große Zeremonie ansteht. Hierfür reisen auch unglaublich viele Menschen an, um diese gemeinsam zu feiern. Als wir über die Brücke wollten ist gerade ein Boot mit ganz vielen Menschen, die für die Vorbereitungen eher angereist sind, angekommen.

Für uns ging es ab ins Meer und im Anschluss erstmal auf zwei Cocktails in die Strandbar.

Da wir hier ja, wie ihr wisst, zu den Einheimischen gehören, konnte Schmidtl die Einladung zum Fußball natürlich nicht ausschlagen. Ich glaube knapp 30 Minuten ist bei den Temperaturen schon ganz ordentlich.

Nach einem hart umkämpften Spiel (ich hab keine Ahnung wer gewonnen hat) alle Mann abklatschen und ab nach Hause. Kurz umziehen und schon ging es wieder auf die Roller zum Essen. Wir wollten natürlich wieder Live-Musik, die Empfehlung für heute kam von Putu. Heute sollten wir in einem richtigen Instagram-Lokal landen. Alles sehr hell, sehr clean und fancy. Schön, aber: Keine Live-Musik und wir sind halt doch eher die Typen ranzige Kneipe 🤣🤣 aber das Essen war mega lecker. Da wir unser Glück mit der Musik nochmal probieren wollten, ging es nach dem Essen nochmal in eine andere Bar. Hier schließt allerdings fast alles gegen 23 Uhr, deswegen hatten wir nur noch eine halbe Stunde. Aber besser als nichts. Putu kam auch nochmal dazu. Kurz bevor wir zahlen wollten, setzte leider Regen ein, Putu warnte uns „a big one is coming“ also alle schnellstens auf die Roller und ab nach Hause bevor der große Sturm einsetzt. Nass bis auf die Schlüpper kamen wir in unserer Unterkunft an. The big one kam übrigens nicht mehr, der Regen hörte ungefähr 5 Minuten nachdem wir Zuhause waren auf 🤣 Wir bekamen von Putu dazu die selbe Antwort wie zur fehlenden Live Musik im Restaurant: „Sorry I gave you the wrong Information.“ Ach wirklich? 😅

Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Runde Football auf dem Balkon

Und da ich gestern die allerwichtigste Geschichte vom Schnorcheltag vergessen habe, muss die an dieser Stelle noch nachgeholt werden. Ich hab nämlich im Wasser (Reminder: offenes Meer) meine Armbanduhr verloren. Einmal schnell auf dem Boot geschaut, ob sie eventuell schon dort abgegangen ist, aber nein. Putu, Schmidtl und unser Kapitän haben sofort fleißig begonnen loszutauchen. Fand ich natürlich lieb, aber come on. Ihr glaubt doch nicht, dass ihr die Uhr wiederfindet?? 5 Minuten später schaut Schmidtl kurz hoch zu mir und sagt: „Ich hab sie gefunden“ kurz abgetaucht und was soll ich sagen? Er hat tatsächlich meine Uhr gefunden. 🤣🤣

Und damit ist der Geburtstags-Beitrag abgeschlossen. Zum Ende nochmal: Happy Birthday mein Schmidtl. Danke, dass ich diese verrückte Reise mit dir erleben darf. ❤️

Nusa Ceningan Tag 3 – Manta Manta

Unsere Gebete wurden erhört, vielleicht weil wir so viele Tempel hier gesehen haben. Halb 8 aufgestanden, aus dem Fenster geschaut und mit strahlendem Sonnenschein begrüßt worden. Heute stand etwas ganz Besonderes auf dem Plan.

Aber zuerst einmal hieß es Bargeld organisieren, das ist hier gar nicht so einfach. Auf unserer Insel gibt es gar keinen Geldautomaten, auf der Nachbarinsel gibt es 4, allerdings muss man immer ein bisschen Glück haben, dass die auch funktionieren. Erster Automat – Pineingabe nicht möglich, Zweiter Automat – Karte angeblich abgelaufen. Beim dritten Automaten hatten wir dann endlich Glück und sind mit nur 20 Minuten Verspätung am Treffpunkt bei Putu angekommen. Aber die Menschen sehen das hier nicht so eng. Mit ihm ging es dann noch ein Stück weiter zu einem leer stehenden Klub mit eigenem Bootssteg

Dort warteten wir auf unseren Kapitän, ein Freund von Putu, der uns zum Schnorcheln mitnehmen würde. Ein paar Minuten später ging es auch schon los.

Also ich fahre ja gerne Boot, wer schnell seekrank wird, hat hier sowieso Probleme und ich muss sagen, ich stoße hier auch manchmal an meine Grenzen.

Hier noch ohne Vollspeed, nur mit schaukeln 😅

Der Respekt vorm offenen Meer besteht bei mir ja sowieso. Nach der doch eher wilden Fahrt und der Ankunft an unserem Schnochelplatz ziemlich nah an den Klippen mit ordentlich Wellengang, war bei mir erstmal Feierabend 😅 Ich hatte richtig Bock aufs Schnorcheln, aber es war kein Weg drin. Flossen an, Flossen aus, Flossen an, wieder aus. So ging das einige Male bis klar war: Das wird nicht mein Spot. Schmidtl hat sich wagemutig mit Putu in die Wellen gestürzt und was soll man sagen? Der Mut wurde absolut belohnt.

Majestätisch oder? Von Putu war immer mal wieder ein entzücktes „Toby, they are flying“ zu hören. Um hier Mantas zu sehen, muss man ein bisschen Glück haben. Im Dschungel haben wir ein Pärchen getroffen, dass eine Woche hier war und keinen Erfolg verbuchen konnte.

Ein bisschen zerknirscht war ich ja schon, aber naja, vielleicht seh ich beim nächsten Spot ja wenigstens ein paar Fischlein. Und so sollte es auch kommen und ich war nicht mehr ganz so traurig.

Geheuer ist mir das alles trotzdem nicht so richtig, aber auf Gili werd ich mein Schnorchelglück vielleicht nochmal mit mehr Nähe zum Strand austesten.

Ein paar Stunden und zwei Schnorchelspots später ging es wieder zurück auf festen Boden und weiter mit unserem Reiseführer Putu. Also ab auf die Mopeten und rauf auf den Berg. Zuerst zeigte uns Putu sein Zuhause. Es ist schon einfach krass unterschiedlich, wie die Menschen hier so leben. Zum Teil aus Armut heraus, zum Teil, weil die Kultur einfach gänzlich anders ist. Fotos habe ich keine gemacht, in so privaten Momenten fühlt sich das einfach immer seltsam an. Ich glaube das Haus an sich gehört schon eher zur gehobeneren Klasse. Seit 3 Jahren bauen sie immer wieder daran. Wenn Geld da ist wird weitergebaut, ansonsten wird Pause gemacht. Die Familie wohnt in einem massiven Steinhaus. Verputzt ist entweder aktuell noch nicht, aber ich glaube eher, dass das auch so bleibt. Das Ziegeldach ist auch schon fertig, ein zweiter Stock kommt wohl irgendwann noch drauf, aktuell hört das Gemauerte im Innenbereich irgendwann auf und man schaut quasi ins Dach. Innen hat man dann das, was bei uns eher Rohbau wäre. Also ebenfalls gemauert, 5 einzelne Zimmer. Inneneinrichtung ist quasi nicht vorhanden, aber Schmidtl meinte, das ist hier einfach so. Dünne Matte auf dem Boden in jedem Raum, in einem Zimmer stand noch ein Schrank in einem anderen ein Fernseher. Das war’s. Die Küche war draußen in einer Art Unterstand. Einfach eine andere Welt. Draußen warteten unter zwei Körben auch noch zwei Kampfhähne. Damit verdient Putus Papa wohl noch etwas dazu. Dem war es (glauben wir) auch nicht ganz so recht, dass wir gerade da sind, deswegen ging’s direkt weiter zur nächsten Station. Das Cliff Café mit traumhaften Blick (unter anderem auf einen unserer Schnorchelspots) und Infinitypool. Also Bierchen bestellt und ab ins Wasser.

Hier haben wir es bei gutem Essen und Sonnenschein ein paar Stunden ganz gut aushalten können 😉 Schmidtl hat solange mit Putu Zukunftspläne über ein gemeinsames Homestay auf Nusa geschmiedet, also alles ganz normal.

Auf dem Rückweg kamen wir dann noch bei einer Bar vorbei, bei der Schmidtl und Paul vor ein paar Jahren bereits waren. Die Bar hat zwar leider aktuell zu, aber der Besitzer kannte Schmidtl natürlich noch, also eingekehrt auf ein kurzes Hallo.

Am Abend ging es dann (mal wieder) in eine Bar mit Live Musik. Gibt einfach nichts besseres. Kurz vor Schmidtls Geburtstag dann nochmal schnell 2 Bierchen holen, über die sagenumwobene gelbe Brücke ab nach Hause und um 12 zusammen am Pool angestoßen. Mal sehen was morgen für Abenteuer auf uns warten.

Hab’s endlich mal geschafft ein Bild von der Brücke zu machen. 2 Roller passen aneinander vorbei. Mehr geht nicht.

Tag 2 Nusa Ceningan – Get to know your neighbourhood

Heute hieß es Insel kennenlernen. Und wenn wir Glück haben vielleicht auch mal ein bisschen Sonne haschen. Also schön ausschlafen, frühstücken und ab auf den Roller.

Sowohl Nusa Ceningan als auch Nusa Lembongan sind beide nicht sehr groß. Beide Inseln zu umrunden dauert vielleicht eine Stunde, wenn man es am Stück macht. Wir entschieden uns dazu, einfach immer anzuhalten wo es uns gerade gefällt oder wie sich zeigen sollte, wenn der Regen einsetzt 😅 bei gefühlten 36 Grad ist aber auch nass werden eigentlich kein Problem, man trocknet nur bei der Luftfeuchtigkeit einfach nicht mehr.

Unser erster kurzer Stopp sollte eigentlich nur zum Aussicht genießen sein. Den Moment hat ein älterer Herr direkt genutzt und kam mit seinem Bauchladen an um uns Armbänder zu verkaufen. Jetzt standen wir vor der Wahl aus Mitleid (er sah wirklich ganz schön mitgenommen aus) etwas zu kaufen oder einfach weiter zu fahren. Die Armbänder waren nur wirklich richtig hässlich und auch nicht mehr ganz so sauber 🙈 So ganz haben wir es dann aber doch nicht übers Herz gebracht einfach so abzuhauen, also gabs ne Flasche Benzin, das hatte er auch noch. Wir hoffen zumindest, dass es Benzin war. Bisher hält der Roller durch 💪🏼

Eine Flasche Pommes Frites, ähh Benzin bitte

Frisch aufgetankt ging es weiter auf die Inseltour. Nächster Halt: Shopping. Hiervon gibt es leider keine Bilder, aber unsere superduper Hippie Klamotten und Hawaii Hemden könnt ihr ja zuhause dann selber begutachten. Pro Kleidungsstück ca. 7€ und wir haben trotzdem das Gefühl, dass er uns ein bisschen abgezogen hat 😅

Das Wetter klarte immer weiter auf, also ab Richtung Strand. Dort wurde in der ersten Bar allerdings dann doch auch der erste Regenschauer abgewartet.

Das kam dann auch zu uns
Seegras-Fischer

Zack, Sonne wieder draußen, also schnell ein bisschen am Strand spazieren gehen und vielleicht nochmal auf ein Getränk einkehren und das Wetter genießen. Wer weiß, wie lange es hält?

Schmidtl nennt mich Flodder-Ari, keine Ahnung wieso

Von der restlichen Inseltour gibt es gar nicht so viel zu berichten. Mal gute und mal schlechte Straßen, Gegenden mit vielen Restaurants und Shops und Gegenden mit wahnsinnig viel Müll und Armut. Und einen Friedhof haben wir gesehen, eine Reihe habe ich mal fotografiert. Wir vermuten die Schirme werden wegen den Blumen befestigt.

Hat fast schon etwas Fröhliches mit den bunten Schirmen.

Heute hofften wir auch auf den ersten Sonnenuntergang. Wettertechnisch wäre es auf Bali einmal möglich gewesen, an dem Tag haben wir es verpasst. Mal schauen, ob es heute klappt. Ab zum Aussichtspunkt und naja. Allein dort zu sitzen hat sich schon gelohnt, der Sonnenuntergang wäre dann die Kirsche auf der Sahne.

Naja was soll ich sagen. Keine Kirschen für uns heute 😅🤷🏻‍♀️ Also schnell auf den Roller und zur Unterkunft. Eigentlich wollten wir noch in eine Bar mit Live-Musik, aber das drohende Gewitter ließ uns erstmal Zuflucht suchen. Und wir sollten Recht behalten. Bei Blitz und Sturzregen sitzen wir jetzt im Restaurant unserer Unterkunft und werden den Tag in aller Ruhe ausklingen lassen. Heute haben wir die beiden Inseln ganz gut kennengelernt. Morgen steht dann hoffentlich eine Unternehmung an, mal sehen was der Wettergott sagt. Drückt uns die Daumen und stay tuned.

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